Mühle Regeln: Kurzregeln und die 5 Streitfragen, die den Spielausgang wirklich verändern

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Schnelle Antwort: Mühle spielen zwei Personen auf einem Brett mit 24 Punkten und je 9 Steinen. Erst werden alle 18 Steine abwechselnd gesetzt, danach abwechselnd zu einem freien Nachbarpunkt gezogen. Wer drei eigene Steine in einer Reihe (waagerecht oder senkrecht) hat, schließt eine Mühle und entfernt einen gegnerischen Stein. Bei drei verbliebenen Steinen darf frei gesprungen werden. Verloren hat, wer unter drei Steine fällt oder keinen Zug mehr machen kann.

Quellen: Regelhefte von Ravensburger (Art. 20545), Schmidt Spiele (100er Spielesammlung, Art. 49147) und Philos (Art. 3295). Wie Sie öfter gewinnen: der Mühle-Strategie-Guide.

Balkendiagramm Gewinn/Remis/Verlust des Ziehenden mit und ohne Sprungregel für die Stellungen 3:3, 4:3, 5:4 und 4:4

Diese Kurzfassung ist über alle geprüften Verlagsanleitungen hinweg unstrittig – und genau deshalb reicht sie am Spieltisch nicht. Denn was mit ihr nicht geklärt ist: Ob wirklich jeder Verlag das Springen bei drei Steinen erlaubt, ob ein Stein aus einer geschlossenen Mühle geschlagen werden darf, was bei einer Blockade eigentlich passiert, und ob dieselbe Mühle beliebig oft geöffnet und wieder geschlossen werden darf. Genau an diesen vier Stellen unterscheiden sich die Verlagsanleitungen untereinander und von der Turnierregel – und genau dort entstehen die Tischstreite.

Mühle hat, soweit unsere Recherche zeigt (Stand: September 2026), keinen einzelnen Rechteinhaber: Mindestens vier deutsche Verlage – Ravensburger, Schmidt Spiele, Philos und ASS Altenburger – drucken eigenständig formulierte Anleitungen, ohne dass sich eine davon als „die“ offizielle Fassung durchgesetzt hätte. Wer schon eine gedruckte Mühle-Spielanleitung im Schrank hat: Die Kurzregeln unten gelten für praktisch jede Ausgabe – die Streitfragen danach sagen Ihnen, wo genau Ihre Ausgabe von anderen abweicht.

Diese Seite gehört zum Mühle-Hub auf Spielstrategen und ergänzt den Mühle-Strategie-Guide sowie den Datenpost mit allen Mühle-Zahlen auf der Spiele-Übersicht.


Mühle Regeln kompakt: Aufbau, Setzen, Ziehen und Mühle schließen

Gespielt wird auf einem Brett aus drei ineinanderliegenden, an den Seitenmitten verbundenen Quadraten – macht zusammen 24 Punkte. Jede Seite erhält 9 Steine einer Farbe. Eine Partie läuft in zwei Phasen:

  1. Setzphase. Beide Spieler setzen abwechselnd einen Stein auf einen beliebigen

freien Punkt, bis alle 18 Steine auf dem Brett liegen.

  1. Zugphase. Danach wird abwechselnd ein eigener Stein auf einen direkt

benachbarten freien Punkt gezogen – Springen über mehrere Punkte ist hier noch nicht erlaubt.

Wer beginnt, ist über die Verlage hinweg noch nicht einmal einheitlich formuliert: Ravensburger und Schmidt legen „Weiß beginnt“ als feste Konvention fest (bei Ravensburger wird die Farbe vorher ausgelost), Philos bestimmt den Startspieler dagegen per Los. In der Praxis läuft das aufs Gleiche hinaus – eine Farbe fängt an –, ist aber ein hübscher erster Beleg dafür, dass keine zwei Anleitungen wortgleich sind.

Eine Mühle entsteht, sobald drei eigene Steine in einer Reihe stehen – waagerecht oder senkrecht, entlang der eingezeichneten Linien des Bretts. Diagonalen zählen in der Standardversion nicht; sie kommen nur in der Zwölfermühle-Variante Morabaraba vor. Schließen Sie eine Mühle, entfernen Sie sofort einen beliebigen gegnerischen Stein vom Brett – mit einer wichtigen Einschränkung, die gleich einen eigenen Abschnitt bekommt.

💡 Faustregel: Bevor Sie über eine Mühle-Regel streiten, klären Sie zuerst: Spielt Ihre Runde nach einer Verlagsanleitung oder nach der Turnierregel? An genau dieser Weiche hängen die vier größten Streitfragen dieser Seite.

Mühle springen Regel: Warum drei Steine springen dürfen – außer bei einem Verlag

Sobald ein Spieler nur noch drei Steine besitzt, darf er statt zu einem Nachbarpunkt auf jeden beliebigen freien Punkt des Bretts ziehen. Diese Sprungregel bestätigen drei der vier geprüften Verlagsanleitungen (Ravensburger, Schmidt, Philos) übereinstimmend als Standardregel, nicht als Variante.

Eine vierte Quelle weicht ab: ASS Altenburger kennt in der geprüften Fassung kein Springen. Statt frei zu springen, muss ein Spieler mit genau drei Steinen, die zufällig bereits eine eigene Mühle bilden, seine eigene Mühle im nächsten Zug wieder öffnen – auch wenn ihm dadurch ein Stein genommen wird und er das Spiel verliert. So steht es wörtlich in der ASS-Anleitung (100er Spielesammlung), die wir im Volltext gelesen haben; eine Sprungregel enthält sie nicht.

Warum diese eine Zeile so viel Gewicht hat, zeigt die Grafik oben: Mit Sprungregel sind Stellungen wie 4:4 oder 5:4 zu 99,99 % bzw. 99,90 % Remis – ein Stein mehr bringt praktisch nichts. Ohne Sprungregel kippt genau dieselbe Stellung: 4:4 gewinnt der Ziehende zu 65,20 %, 5:4 sogar zu 91,83 % – exakte Rechnung über alle Stellungen dieser Endspiele.

Die Sprungregel ist damit kein Detail für die letzten Züge, sondern der Grund, warum ein geschlagener Stein unter Turnier- und Verlagsregel bei vier oder fünf Steinen je Seite fast wertlos ist, nach dem ASS-Heft dagegen fast spielentscheidend.

Mühle schlagen aus Mühle: Wann ein Stein aus einer geschlossenen Mühle darf

Grundregel aller vier geprüften Verlagsanleitungen: Aus einer bereits geschlossenen gegnerischen Mühle darf niemals geschlagen werden. Einzige Ausnahme im Heft von Ravensburger: Wer gegen einen Springer eine Mühle schließt, gewinnt sofort, auch wenn dessen drei Steine in einer Mühle stehen. Ravensburger, Schmidt, Philos und ASS formulieren das übereinstimmend: Nur Steine außerhalb einer geschlossenen Mühle sind zulässige Ziele.

Die Turnierebene kennt nach unserer Recherche seit rund 2010 eine Ausnahme: Hat der Gegner ausschließlich Steine in geschlossenen Mühlen, darf trotzdem geschlagen werden – sonst ließe sich die Partie in dieser Konstellation nicht mehr beenden. Das genaue Jahr stützt sich nur auf Sekundärquellen, nicht auf einen selbst geprüften Verbandstext; die Existenz der Regeländerung selbst bestätigen zwei unabhängige Quellen übereinstimmend.

Wie stark sich das auswirkt, lässt sich exakt beziffern: Steht der Gegner mit seinen drei Steinen komplett in einer Mühle, gewinnt der Ziehende mit vier Steinen unter Turnierregel in 12,1 % dieser Stellungen – unter der Schmidt- und Philos-Regel dagegen in 0,0 %, weil der Schlag dort schlicht verboten bleibt.

Bei fünf gegen drei Steinen in derselben Lage steigt es auf 28,1 % gegen 8,5 %, bei sechs gegen drei auf 50,8 % gegen 36,9 %. Über das gesamte Endspiel 6:4 gerechnet, nicht nur die reinen Mühlen-Stellungen, macht das einen Unterschied von 23,2 % gegen 16,9 % Gewinn für den Ziehenden.

Mühle Zwickmühle Regel: Definition, Doppelmühle und der Streit ums Wiederholen

Eine Zwickmühle liegt vor, wenn ein Stein zwischen zwei Mühlen hin- und herbewegt werden kann, sodass jeder zweite eigene Zug erneut eine Mühle schließt. Fünf Steine reichen für die einfachste Form; ein Stein gehört dabei beiden Mühlen gleichzeitig an.

Wie stark diese Formation wirklich ist, hängt stark davon ab, wie viele Steine Sie noch haben: Mit fünf oder sechs Steinen gegen einen Gegner mit drei ist sie unter Turnierregel in 100,0 % der Stellungen ein Gewinn. Mit sechs Steinen gegen vier gewinnt sie nur noch zu 43,7 %, mit fünf gegen vier praktisch nie (0,0 %) – der Schlag bringt den Gegner auf drei Steine, und ab da springt er.

Ob beim gleichzeitigen Schließen zweier Mühlen in einem einzigen Zug ein oder zwei Steine geschlagen werden dürfen, regelt keine der vier geprüften Verlagsanleitungen. Diese Lücke betrifft vor allem die Setzphase, wenn ein neu gesetzter Stein zufällig zwei Mühlen gleichzeitig schließt. Die Regeln, unter denen Mühle am Computer gelöst wurde, legen einen Stein fest (Thomas Lincke, ETH Zürich 1994, Regelanhang der Diplomarbeit). In unserer eigenen Simulation trat der Fall nur in 24 von 41.300 Partien auf (0,06 %): Er ist damit eine Regelfrage ohne messbare Praxiswirkung, so selten kommt er vor.

Deutlich lebendiger ist ein zweiter Streit: Darf dieselbe Mühle beliebig oft geöffnet und wieder geschlossen werden? In internationalen Foren berichten mehrere Spieler von strengeren Hausregeln – etwa dem Verbot, dieselbe Mühle zweimal hintereinander zu nutzen, oder (nach einer Einzelaussage) sogar dem Verbot jeder Wiederholung im gesamten Spielverlauf. Keine der vier Verlagsanleitungen enthält eine solche Einschränkung – ASS erlaubt es sogar ausdrücklich: Eine Mühle kann dort beliebig oft geöffnet und im nächsten Zug wieder geschlossen werden.

Wenden wir die restriktivere Lesart „dieselbe Mühle nicht zweimal nacheinander“ versuchsweise in unserer eigenen Simulation an, steigt die Remisquote von 20,3 % auf 30,3 %, und die Partien dauern spürbar länger. Das ist also keine Nebensächlichkeit, sondern eine Hausregel, die den Spielcharakter messbar verschiebt – klären Sie sie vor der Partie, statt erst beim ersten Streitfall.

Mühle keine Züge mehr: Wer blockiert ist, hat verloren – außer bei Philos

Kann ein Spieler in der Zugphase keinen einzigen legalen Zug mehr machen, hat er verloren. Ravensburger, Schmidt und ASS nennen diese Blockade ausdrücklich als gleichrangigen zweiten Sieggrund neben dem Fall unter drei Steine.

Die geprüfte Philos-Anleitung nennt dagegen ausschließlich die Reduktion unter drei Steine als Verlustgrund – eine eigene Blockade-Regel fehlt im gelesenen Text vollständig, und zwar nicht durch eine lückenhafte Auswertung, sondern nachweislich: Der komplette mehrsprachige Philos-Text wurde vollständig gelesen. Für den seltenen Fall, dass eine Blockade bei Philos-Regeln tatsächlich eintritt, bevor ein Spieler unter drei Steine fällt, bieten sich zwei Lesarten an, die wir ausdrücklich als unsere eigene Auslegung kennzeichnen, nicht als Philos-Regeltext: Der blockierte Spieler setzt einmalig aus, oder die Partie endet remis.

Diese Lücke ist keine Randnotiz: In unserer Simulation zwischen mittelstarken Spielprofilen endet gut jede vierte Partie (26 %) durch eine Blockade. Wählt man die Lesart „aussetzen“, entstehen in 61 von 300 simulierten Partien Pass-Zyklen bis zum Zuglimit; wählt man „Remis“, sinkt die Entscheidungsquote insgesamt. Wer nach der Philos-Anleitung spielt, sollte diese Frage also vor der Partie klären, nicht erst, wenn ein Spieler tatsächlich feststeckt.

💡 Faustregel: Fühlt sich Ihr letzter Zug „unmöglich“ an, prüfen Sie zuerst jeden einzelnen Ihrer Steine auf einen freien Nachbarpunkt – ein übersehener Zug ist in der Praxis häufiger als eine echte Blockade.

Fünf Mühle-Streitfragen im Überblick: Was Sie vor der Partie klären sollten

Nicht jede Streitfrage kostet gleich viel. Die folgende Rangfolge beruht auf der gemessenen Wirkung – exakt im gelösten Endspiel, zusätzlich in einer Simulation zwischen Heuristik-Agenten für das gesamte Spiel:

StreitfrageWas Verlage/Turnier sagenWirkung
Springen bei drei SteinenRavensburger, Schmidt, Philos: ja. ASS: nein (stattdessen Zwang, die Drei-Steine-Mühle zu öffnen)ändert den Spielcharakter komplett (siehe Grafik oben)
Blockade = sofortiger VerlustRavensburger, Schmidt, ASS: ja. Philos: nicht geregelt (zwei eigene Lesarten möglich)entscheidet 26 % der simulierten Partien zwischen zwei Agenten mit zwei Halbzügen Vorausschau (bei drei Halbzügen 24 %, bei einem unter 1 %)
Schlagen aus geschlossener MühleSchmidt, Philos, ASS: nie; Ravensburger: gegen den Springer ja (Mühle = sofortiger Sieg). Turnierregel: ja, wenn der Gegner nur noch Mühlen-Steine hatändert Endspiele deutlich (6:3 mit Gegner-Dreiermühle: 50,8 % gegen 36,9 %), greift aber selten
Dieselbe Mühle beliebig oft wiederholenASS: ausdrücklich ja, Philos sinngemäß ja („jedes Mal“); Einschränkungen nur als Hausregelnhebt die Remisquote in der Simulation von 20,3 % auf 30,3 %
Doppelmühle: 1 oder 2 Steine schlagenkeine Verlagsanleitung regelt es; die Regeln der Computerlösung (Gasser/Lincke): 1 Steinin eigener Simulation in 24 von 41.300 Partien aufgetreten

Vor der Partie klären: Drei Sätze reichen für die häufigsten Streitfragen: Spielen wir mit oder ohne Springen bei drei Steinen? Darf aus einer Mühle geschlagen werden, wenn der Gegner nur noch Mühlen-Steine hat? Und darf dieselbe Mühle beliebig oft wiederverwendet werden, oder muss dazwischen eine andere Mühle entstehen?

Diese Rangfolge nach Wirkung gilt fassungsübergreifend: Springen verändert das Spiel selbst am stärksten, Blockade entscheidet am häufigsten zwischen Nicht-perfekten, Schlagen aus der Mühle wirkt punktuell aber selten, die Zwickmühlen-Wiederholung macht das Spiel insgesamt remislastiger, und die Doppelmühlen-Frage bleibt praktisch folgenlos.

Häufige Fragen zu den Mühle-Regeln

Darf man bei Mühle mit drei Steinen springen, oder muss man zu einem Nachbarpunkt ziehen?

Springen – das ist die Standardregel in drei der vier geprüften Verlagsanleitungen (Ravensburger, Schmidt, Philos). Sobald ein Spieler nur noch drei Steine besitzt, darf er einen Stein auf jeden beliebigen freien Punkt des Bretts setzen, nicht nur auf einen Nachbarpunkt. Nur die ASS-Anleitung kennt kein Springen; dort muss ein Spieler mit drei Steinen, die eine Mühle bilden, diese Mühle öffnen.

Darf man einen Stein aus einer bereits geschlossenen Mühle schlagen?

Nach Schmidt, Philos und ASS nein; Ravensburger lässt eine Mühle gegen einen Springer sofort gewinnen, auch wenn dessen drei Steine in einer Mühle stehen. Nach der Turnierregel ja, aber nur dann, wenn der Gegner ausschließlich Steine in geschlossenen Mühlen hat – sonst gäbe es kein zulässiges Schlagziel mehr, und die Partie ließe sich nicht beenden. Diese Ausnahme gilt nach unserer Recherche seit rund 2010, primärquellenseitig aber nicht abschließend geprüft.

Was ist eine Zwickmühle, und darf man sie beliebig oft wiederholen?

Eine Zwickmühle ist eine Formation aus fünf Steinen, bei der ein Stein zwischen zwei Mühlen hin- und herwandert und dabei jeden zweiten eigenen Zug eine Mühle neu schließt. Keine der vier geprüften Verlagsanleitungen begrenzt die Anzahl der Wiederholungen. In internationalen Foren kursieren strengere Hausregeln – etwa das Verbot, dieselbe Mühle zweimal nacheinander zu nutzen –, die Sie vor der Partie ausdrücklich ansagen sollten, weil sie das Spiel spürbar remislastiger machen.

Was passiert, wenn ein Spieler keine Züge mehr machen kann?

Er hat verloren – das bestätigen Ravensburger und Schmidt ausdrücklich als gleichrangigen zweiten Sieggrund neben der Reduktion unter drei Steine. Die geprüfte Philos-Anleitung regelt diesen Fall dagegen an keiner Stelle; hier bleibt nur die eigene Vereinbarung vor der Partie, ob ausgesetzt wird oder die Partie remis endet.

Gewinnt automatisch, wer als Erstes einen Stein setzt?

Nein. Mühle ist bei beidseitig fehlerfreiem Spiel ein theoretisch bewiesenes Remis (Ralph Gasser, 1996) – kein Spieler gewinnt durch den ersten Zug allein. In der Praxis zwischen nicht perfekten Spielern gibt es dagegen tatsächlich einen messbaren Vorteil, allerdings nicht zwingend für den Anziehenden: In unserer Simulation zwischen mittelstarken Profilen gewinnt der Nachziehende häufiger als der Anziehende.

Werden beim gleichzeitigen Schließen zweier Mühlen in einem Zug ein oder zwei Steine geschlagen?

Nur einer. Keine der vier geprüften Verlagsanleitungen regelt diesen Fall zwar ausdrücklich, Sekundärquellen zur Turnierregel begrenzen ihn aber übereinstimmend auf einen Stein. In der Praxis ist die Frage kaum relevant: In unserer eigenen Simulation ist der Fall nur in 24 von 41.300 Partien aufgetreten.

Fazit: Drei Sätze vor dem ersten Stein ersparen den Tischstreit danach

Die Kurzregeln – setzen, ziehen, springen ab drei Steinen, Mühle schlägt einen freien gegnerischen Stein – gelten praktisch über jede Ausgabe hinweg gleich. Gestritten wird fast ausschließlich über vier Fragen: Springen bei ASS, Schlagen aus der Mühle nach Turnierregel, die fehlende Blockade-Regel bei Philos und das Wiederholen derselben Zwickmühle. Alle vier lassen sich vor dem ersten Zug in wenigen Sätzen klären.

Wer wissen will, wie stark sich diese Regelentscheidungen auf die richtige Eröffnung und die Gewinnchancen auswirken, findet die Fortsetzung im Mühle-Strategie-Guide und alle Zahlen im Mühle-Datenpost. Ein ganz ähnliches Muster – dieselbe Anleitung, unterschiedliche Antworten je nach Fassung – zeigen auch die Dame-Regeln, dort bei Rückwärtsschlagen statt bei Springen.

Quellen und Datenbasis

  • Vier unabhängig formulierte Verlagsanleitungen: Ravensburger (Art. 20545, ©

2020), Schmidt Spiele (Art. 49147), Philos (Art. 3295, vollständig gelesen in allen Sprachfassungen) und ASS Altenburger (100er Spielesammlung), alle abgerufen 23.09.2026.

  • Ergänzend das private, im deutschsprachigen Mühle-Umfeld verbreitete Mühle-Lehrbuch

von Dr. Rainer Rosenberger (Version 1.9, 2016) für Bezüge zur Turnierregel des Weltmühlespiel-Dachverbands, dessen eigene Regeltexte online nicht abrufbar waren.

  • Eigene exakte Endspielrechnung über alle Stellungen mit bis zu 6 Steinen je Seite,

je Regelsatz (Turnierregel, Verlagsregel, zwei Philos-Lesarten, ASS-Heft ohne Sprungregel), abgeglichen auf Symmetrieklassen-Ebene mit den 1994/1996 veröffentlichten Datenbanken von Ralph Gasser und Thomas Lincke.

  • Eigene Simulation zwischen Heuristik-Agenten für Fragen, die die Setzphase und das

gesamte Spiel betreffen (Blockade-Häufigkeit, Zwickmühlen-Wiederholung, Nachzieher-Vorteil). Methodik und weitere Zahlen im Mühle-Datenpost.