Cascadia in Zahlen: Punkte, Benchmarks und Glücksfaktor aus 6.000 simulierten Partien

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Schnelle Antwort: Der Median aus 6.000 simulierten Cascadia-Partien liegt bei 88 Punkten; Turnierspieler der World Boardgaming Championships 2023 erreichten im Schnitt 93 Punkte. Ab 100 Punkten beginnt starkes Spiel, 110+ ist Elite-Niveau. Die typische Punktestruktur: 50–59 Punkte aus Tieren, rund 34 aus Habitaten, der Rest aus Zapfen.

Nach der Cascadia-Partie steht eine Zahl auf dem Wertungsblock – sagen wir 89 Punkte. Ist das gut? Die deutschen Rezensionen streiten lieber über den Glücksfaktor, und die englischen Guides sagen „Ziel: 100+“, ohne zu erklären, woher diese Marke kommt. Belastbare Zahlen zu Cascadia-Punkten gab es bislang schlicht nicht.

Diese Seite ändert das: Wir haben 6.000 vollständige Zwei-Personen-Partien simuliert, die Wertungskarten exakt durchgerechnet und alle 85 Plättchen ausgezählt. Eine Kostprobe vorab: In 40 % der frischen Auslagen fehlt Ihre Wunsch-Tierart komplett – der Glücksfaktor ist real, aber messbar. Wie bei allen Daten-Analysen in unserem Spiele-Portal macht ein Methodik-Kapitel am Ende jede Zahl nachvollziehbar; was Cascadia als Spiel ausmacht, ordnet das Cascadia-Portrait ein.


Cascadia-Punkte im Überblick: die Kernaussagen

Jede dieser Aussagen stammt aus unserer eigenen Simulation oder exakten Rechnung (Details und Grenzen im Methodik-Kapitel):

  • Der Median über 12.000 simulierte Spieler-Ergebnisse liegt bei 88 Punkten (P10: 79, P90: 94); das WBC-Turnier 2023 kam auf 93 Punkte im Schnitt.
  • Strikte Spezialisierung auf 2 Tierarten ist der teuerste Fehler des Spiels: −17 Punkte und nur 3 % Siegquote gegen ausgewogenes Spiel.
  • Habitat-Punkte sind fast strategieunabhängig konstant bei rund 34 – die Differenz zwischen Durchschnitt und Spitze steckt in den Tierpunkten.
  • Alle A-Wertungskarten starten bei 2 Punkten pro Tier und erreichen erst mit fertigen Formationen 3+ – bei 8 Tieren sind sie mit 26–27 Punkten fast perfekt ausbalanciert.
  • Der 3. Bär in einer Gruppe vernichtet 4 Punkte, ein Lachs-Run ist bei 7 gekappt, und dieselben 7 Wapitis sind je nach Zerlegung 19 bis 22 Punkte wert.
  • In gut 12 % der frischen Auslagen greift eine Überpopulations-Regel – jede achte Auslage.
  • Im 2er-Spiel bleiben 42 der 85 Plättchen unbesehen im Karton: Feste Pläne sind Stichproben-Wetten.

Was ist eine gute Punktzahl bei Cascadia?

Eine gute Punktzahl beginnt bei etwa 90 Punkten, eine starke bei 100. Statt einer einzelnen Marke liefern unsere Daten eine Treppe – vom soliden Pro-Zug-Spiel bis zum dokumentierten Rekord:

PunktzahlEinordnungBeleg
unter 79unteres ZehntelP10 der Simulation
88Median sauberen Pro-Zug-Spiels6.000 simulierte Partien
90–98Plateau erfahrener SpielerForen-Konsens, P90 der Simulation: 94
93TurnierschnittWBC 2023, 175 Starts
100+starkes Spielnur 0,8 % der Simulationsergebnisse; 40 % der Digital-Spieler schaffen es mindestens einmal
110+Elite10 % der Digital-Spieler mindestens einmal (Steam-Achievements)
149dokumentierter Community-RekordSolo-Experiment mit allen Kartensätzen (BGG)

Zwei Lesehilfen dazu: Die Steam-Werte messen „mindestens einmal erreicht“, nicht den Durchschnitt – und sie stammen von Digital-Spielern mit vielen Partien, also einer überdurchschnittlich geübten Gruppe. Und der 149er-Rekord entstand solo mit allen Kartensätzen und vielen Anläufen; der Experimentator schätzt die absolute Obergrenze auf höchstens 154.

Warum genau bei 100 die Luft dünn wird, zeigt die Grenzertrags-Rechnung im Wertungskarten-Abschnitt: Die letzten 10–15 Punkte stecken fast vollständig in fertig gebauten Formationen.

Die Punktestruktur: 50–59 Punkte Tiere, 34 Habitat, Rest Zapfen

Woraus setzt sich eine Cascadia-Punktzahl zusammen? Unsere Simulation und die WBC-Turnierdaten zeigen dasselbe Muster auf zwei Niveaus:

PunktequelleSimulation (Ø 88,8)WBC-Turnier (Ø 93)
Tiere (Wertungskarten)50,659
Habitat (Korridore + Mehrheiten)33,832
Zapfen (Naturmarker)4,42

Die Habitat-Punkte sind dabei bemerkenswert konstant: Über alle sechs simulierten Strategie-Archetypen schwanken sie nur zwischen 33,6 und 34,5 Punkten. Sie entstehen bei jedem vernünftigen Spiel nebenbei – die Differenz zwischen Durchschnitt und Spitze steckt fast komplett in den Tierpunkten (auf Turnierniveau stammen 63 % der Punkte aus Tieren).

Aufschlussreich ist auch die Verteilung der Tierpunkte im ausgewogenen Referenzspiel unserer Simulation (A-Wertungskarten):

Tierart (A-Karte)Ø Punkte pro Partie
Fuchs13,7
Lachs10,9
Bussard10,8
Wapiti10,5
Bär4,6

Der Fuchs ist im natürlichen Spielfluss die stärkste Punktquelle – seine diverse Nachbarschaft entsteht von allein. Der Bär dagegen ist die Anfängerfalle der A-Karten: Ohne Vorausplanung kommt im Schnitt nur ein einziges Paar zustande. Welche Strategie diese Tierpunkte am zuverlässigsten liefert, zeigt das Turnier im nächsten Abschnitt.

Das Strategie-Turnier: Spezialisierung kostet 17 Punkte

Wir haben sechs Strategie-Archetypen je 1.000 Partien gegen dieselbe ausgewogene Referenz antreten lassen – der bislang einzige quantitative Strategievergleich zu Cascadia, den wir finden konnten:

Balkendiagramm aus 6.000 simulierten Cascadia-Partien (2 Spieler, A-Wertungskarten): Punkteschnitt je Strategie – Ausgewogen 88,9, Habitat-Fokus 88,5, Breit streuen 88,4, Marker horten 87,8, Tier-Fokus 87,5, Spezialisierung auf nur 2 Tierarten 71,9 Punkte – im Schnitt 17 Punkte weniger als flexibles Spiel
StrategieØ PunkteSiegquote gegen „ausgewogen“Kernbefund
ausgewogen (Referenz)88,849 : 46 % (Spiegel-Match, fair)Maßstab
tiere-fokussiert87,540 %Übergewichtung bringt nichts
habitat-fokussiert88,544 %neutral – Habitat kommt ohnehin
spezialist (nur 2 Tierarten)71,93 %−17 Punkte, platziert nur 13,9 von 20 Markern
breit (erzwungene Streuung)88,448 %gleichwertig
hamster (Zapfen nie ausgeben)87,844 %behält 5,2 Zapfen-Punkte, verliert netto

Der Hauptbefund: Wer konsequent nur zwei Tierarten wertet, verliert im Schnitt 17 Punkte – er lässt 6 seiner 20 Wildtier-Marker ungenutzt und verzichtet auf deren Grundpunkte. Die A-Karten sind zu ausbalanciert, um Verzicht zu belohnen. Richtig gelesen heißt „Fokus“: Schwerpunkt setzen, aber jeden Marker mit positivem Ertrag mitnehmen.

Auch die Zapfen-Politik ist messbar: Wer Zapfen grundsätzlich hortet, behält zwar im Schnitt 5,2 Restpunkte, verliert aber netto Punkte und 6 Prozentpunkte Siegquote. Der Restwert eines Zapfens beträgt genau 1 Punkt – ihn auszugeben lohnt immer dann, wenn der Tausch mehr als diesen 1 Punkt bringt. Was aus diesen Befunden konkret am Tisch folgt, übersetzt der Cascadia-Strategie-Guide mit nachgerechneten Tipps.

Wertungskarten-Mathematik: 2 Punkte pro Tier sind normal, 3+ das Ziel

Die kursierende Faustregel „ein Tier bringt etwa 3 Punkte“ stimmt so nicht. Unsere exakte Rechnung der A-Karten zeigt: 2 Punkte pro Tier ist der Normalwert einer beliebigen Platzierung – 3+ erreichen nur fertige Formationen:

A-Karte3 P/Tier erreicht abBestwert der Formation
Bär (Paare)3. Paar (19 P)27 P mit 8 Bären (3,38 P/Tier)
Wapiti (Linien)3er-Linie (9 P)13 P je 4er-Linie (3,25 P/Tier)
Lachs (Runs)4er-Run (12 P)25 P mit 7er-Run (3,57 P/Tier)
Bussard (einzeln stehend)6 Bussarden (18 P)26 P mit 8 Stück (3,25 P/Tier)
Fuchs (Nachbar-Arten)3 Nachbar-Tierarten (sofort)5 P je Fuchs (fester Deckel)

Bei 8 optimal angeordneten Tieren liefern alle fünf A-Karten fast identische 26–27 Punkte – die Karten sind bemerkenswert ausbalanciert. Die Unterschiede entstehen durch den Formations-Aufwand, nicht durch die Rohwerte.

💡 Faustregel: 20 Wildtier-Marker × 1 Zusatzpunkt pro Tier – der Sprung von 2 auf 3 Punkte pro Tier – ist exakt die Lücke zwischen einer 80er- und einer 100er-Partie. Formationen fertig bauen ist der ganze Trick.

Genauso wichtig sind die drei Formations-Fallen, die Punkte vernichten statt bringen:

  • Der 3. Bär kostet 4 Punkte: Die Bären-A-Karte wertet nur exakte Paare. Drei Bären nebeneinander sind eine 3er-Gruppe – und die zählt 0 Punkte statt der 4 Punkte des Paars.
  • Der Lachs-Run ist bei 7 gekappt: Ein 7er-Run bringt 25 Punkte (3,57 pro Lachs, die beste Einzelformation der A-Karten). Der 8. Lachs im selben Run bringt +0. Mit 10 Lachsen gilt: 7er + 3er = 33 Punkte statt 25 als Monster-Run.
  • Wapiti-Zerlegung entscheidet über 3 Punkte: Dieselben 7 Wapitis sind als 4er- plus 3er-Linie 22 Punkte wert, als unstrukturierter Klumpen nur 19. Sich berührende Linien dürfen punktemaximal aufgeteilt werden – vom Designer bestätigt und der meistübersehene Wertungsvorteil des Spiels.

Wie die einzelnen Karten im Detail gewertet werden, fassen die Cascadia-Kurzregeln zusammen.

Der Glücksfaktor in Zahlen: 40 % Fehlquote, jede 8. Auslage mit Überpopulation

Der Glücksfaktor ist der größte Streitpunkt der deutschen Cascadia-Rezensionen – wir haben ihn ausgerechnet. Drei Zahlen beschreiben ihn vollständig:

Erstens: Die Wunsch-Tierart fehlt in 40,3 % der frischen Auslagen komplett. Bei 100 Markern (20 je Art) und 4 ausliegenden Markern liegt Ihre Schwerpunkt-Art nur mit 59,7 % Wahrscheinlichkeit überhaupt aus. Im Endspiel wird es schlimmer: Sind 12 der 20 eigenen Marker verbraucht, sinkt die Quote auf 53 % – der Beutel dünnt gegen den Spezialisten aus.

Zweitens: Überpopulation ist Alltag, kein Sonderfall. In einer frischen 4er-Auslage liegen mit exakt 11,63 % drei gleiche Marker (der aktive Spieler darf tauschen) und mit 0,62 % vier gleiche (Zwangstausch). Zusammen greift in gut 12 % der Auslagen – jeder achten – eine Überpopulations-Regel; in der Simulation gab es im Schnitt 0,82 Zwangstausche pro Partie. Der optionale 3er-Tausch ist damit ein regelmäßig verfügbares Werkzeug, kein Kuriosum.

Drittens: 2er-Partien sind Stichproben-Spiele. Zu zweit kommen nur 43 der 85 Plättchen ins Spiel – fast die Hälfte des Satzes bleibt unbesehen im Karton. Das trifft besonders die Schlüssel-Plättchen (die einzige Zapfen-Quelle des Grundspiels): Von den 5 Schlüssel-Plättchen jeder Tierart sind im Schnitt nur 2,5 im Spiel, mit 17,3 % Wahrscheinlichkeit höchstens eines.

Dazu kommt eine Struktur, die kaum jemand kennt: Jede Tierart hat ihre 5 Schlüssel-Plättchen im festen Muster 2+2+1 über genau 3 Biotope – die Biotop-Wahl bestimmt also den Zapfen-Nachschub der eigenen Schwerpunkt-Art mit:

TierartSchlüssel-Plättchen in …
Bär2× Wald, 2× Fluss, 1× Berge
Wapiti2× Berge, 2× Prärie, 1× Wald
Lachs2× Prärie, 2× Feuchtgebiet, 1× Fluss
Bussard2× Berge, 2× Fluss, 1× Feuchtgebiet
Fuchs2× Wald, 2× Feuchtgebiet, 1× Prärie

Wer auf Lachs spielt, findet Lachs-Zapfen also nie im Wald oder in den Bergen – und das einzige Fluss-Schlüsselplättchen des Lachses existiert genau einmal im ganzen Satz.

Cascadia in exakten Komponenten-Zahlen

Die Rechenbasis des Spiels, direkt aus der verifizierten Plättchenliste ausgezählt:

KomponenteExakte Zahl
Plättchen gesamt85 (25 Ein-Biotop = Schlüssel-Plättchen, 60 Zwei-Biotop)
Plättchen je Biotopje 29 von 85 (34 %) – exakt symmetrisch
Tieroptionen je Plättchen25× eine, 45× zwei, 15× drei Optionen
Tiersymbole gesamt160, exakt 32 je Tierart
Wildtier-Marker100, exakt 20 je Tierart
Züge pro Personexakt 20 (Endtableau: 23 Plättchen)
Im Spiel bei 2 / 3 / 4 Personen43 / 63 / 83 von 85 Plättchen

Zwei Folgerungen daraus: Kein Tier und kein Biotop ist im Material bevorzugt – Knappheit entsteht ausschließlich durch Beutel-Zufall und Mitspieler. Und mit 60 von 85 Plättchen (71 %) sind Zwei-Biotop-Plättchen der Normalfall; nur sie können zwei Korridore gleichzeitig verlängern.

Interessant ist auch der Spielerzahl-Effekt: Bei 4 Personen sind 83 von 85 Plättchen im Spiel – der Satz ist praktisch komplett, feste Pläne werden planbarer, nicht chaotischer. Dafür wächst die Draft-Konkurrenz. Die verbreitete Intuition „weniger Spieler = mehr Kontrolle“ stimmt nur zur Hälfte.

Methodik: So sind die Zahlen entstanden

Alle Zahlen dieser Seite stammen aus drei eigenen, reproduzierbaren Analysen (Python, fester Zufalls-Seed, dokumentiert). Es handelt sich um eine Simulations- und Regelwerks-Analyse der Spielmechanik – nicht um einen Spieletest und nicht um Auswertungen menschlicher Partien.

  1. Partie-Simulation (6.000 Partien): Sechs Paarungen à 1.000 vollregelkonforme Zwei-Personen-Partien (12.000 Spieler-Ergebnisse) mit der echten 85er-Plättchenliste, echtem 100er-Marker-Beutel, Überpopulations-Regeln, Schlüssel-Plättchen-Zapfen und Habitat-Mehrheiten nach 2-Spieler-Regel. Gespielt wurden ausschließlich die A-Wertungskarten – die einzigen, deren Werte wir über das Wertungsbeispiel des offiziellen Regelhefts punktgenau verifizieren konnten. Startspieler alternierend, Seed dokumentiert.
  2. Wertungskarten-Mathematik (exakt): Grenzerträge, Formations-Optima und Fallen folgen deterministisch aus den A-Karten-Tabellen; die Wapiti-Zerlegung ist bis Gruppengröße 9 exakt gerechnet, darüber als gierige Näherung.
  3. Plättchen- und Beutel-Rechnung (exakt/kombinatorisch): Verteilungen, Überpopulations- und Fehlquoten-Wahrscheinlichkeiten direkt aus der Plättchenliste einer Open-Source-Implementierung, die wir gegen das Regelheft geprüft haben.

Grenzen der Simulation – ehrlich benannt: Unsere Agenten optimieren heuristisch Zug für Zug, ohne Vorausplanung und ohne gezieltes Wegnehmen (Denial). Die absoluten Punktzahlen sind deshalb Untergrenzen menschlicher Bestleistung; belastbar sind vor allem die Differenzen zwischen ansonsten identischen Serien. Simuliert wurden nur 2-Personen-Partien und nur A-Karten. Genau dieses Muster bestätigen die externen Vergleichswerte: Das Greedy-Plateau der Simulation (88) liegt knapp unter dem WBC-Turnierschnitt (93, Event-Report der World Boardgaming Championships 2023, 175 Starts) und dem Foren-Plateau erfahrener Spieler (90–98) – Vorausplanung ist die letzte, teuerste Punktstufe.

Zitieren: Spielstrategen (2026): „Cascadia in Zahlen: Punkte, Benchmarks und Glücksfaktor aus 6.000 simulierten Partien“, https://spielstrategen.de/spiele/cascadia/zahlen/ – eigene Simulationen und Berechnungen, Stand: August 2026. Zahlen dürfen mit Quellenangabe übernommen werden.

Häufige Fragen zu Cascadia-Punkten und -Statistiken

Was ist eine gute Punktzahl bei Cascadia?

Ab etwa 90 Punkten spielen Sie gut, ab 100 stark. Unsere 6.000 simulierten Partien ergeben einen Median von 88, das WBC-Turnier 2023 einen Schnitt von 93. Die 100er-Marke erreichten nur 0,8 % der Simulationsergebnisse; 110+ schaffen laut Steam-Achievements nur 10 % der Digital-Spieler überhaupt je.

Wie viele Punkte macht man bei Cascadia durchschnittlich?

Rund 85–90 Punkte bei solidem Spiel zu zweit mit A-Wertungskarten: Unsere Simulation ergibt im Mittel 87 Punkte (Median 88), 80 % aller Ergebnisse liegen zwischen 79 und 94. Turnierspieler erreichen im Schnitt 93 – Einsteigerrunden liegen naturgemäß darunter.

Wie stark ist der Glücksfaktor bei Cascadia?

Messbar, aber steuerbar: In 40 % der frischen Auslagen fehlt die Wunsch-Tierart komplett, und im 2er-Spiel bleiben 42 der 85 Plättchen im Karton. Dagegen stehen echte Werkzeuge – Zapfen als Joker, der Überpopulations-Tausch (jede 8. Auslage) und flexible Planung statt fester Wunschlisten.

Was ist der höchste dokumentierte Cascadia-Score?

149 Punkte – erzielt in einem dokumentierten Community-Experiment auf BoardGameGeek: solo, mit allen Kartensätzen und nach vielen Anläufen. Der Experimentator schätzt die absolute Obergrenze auf höchstens 154 Punkte. Für normale Partien am Tisch sind solche Werte ohne Bedeutung; dort ist 110+ bereits Elite.

Wie viele Züge hat eine Cascadia-Partie?

Exakt 20 Züge pro Person – unabhängig von der Spielerzahl. Zusammen mit dem Startplättchen besteht das Endtableau immer aus 23 Plättchen, und Sie platzieren maximal 20 Wildtier-Marker. Diese feste Länge macht Cascadia komplett planbar: Jeder Zug ist exakt 5 % der Partie.

Fazit: Die Zahlen entzaubern zwei Mythen

Zwei verbreitete Überzeugungen halten den Daten nicht stand: „Konzentriere dich auf wenige Tierarten“ kostet in Reinform 17 Punkte – und „3 Punkte pro Tier sind normal“ verwechselt den Normalwert (2) mit dem Ziel fertiger Formationen (3+). Wer stattdessen Formationen abschließt, jeden Marker mit positivem Ertrag mitnimmt und Zapfen selektiv einsetzt, holt die 10 Punkte zwischen Durchschnitt und starkem Spiel. Wie Sie das Zug für Zug umsetzen – vom Fundament der ersten fünf Züge bis zur Endspiel-Checkliste – zeigt der Cascadia-Strategie-Guide.