· Von Stefan
Schnelle Antwort: In unseren simulierten Spiegelduellen gewinnt der Startspieler 53,6 % (über alle 96.000 Profil-Partien 54,1 %) – Turnierdaten der World Boardgaming Championships 2022–2024 nennen 51,9–53,7 %, eine Spiel-KI im Selbstspiel 66,8 %. Alle sechs Forschungssymbole liegen mit 90,3 % Wahrscheinlichkeit überhaupt im Spiel. Und von den neun Schilden bis zum Militärsieg zahlen nur der 1., 3. und 6. Punkte aus.
Die Partie ist vorbei, 58 zu 61, und am Tisch beginnt die immer gleiche Diskussion: War der Militär-Vorstoß im zweiten Zeitalter zu teuer? Wäre Wissenschaft schneller gewesen? Und hat der Startspieler eigentlich einen echten Vorteil? Deutschsprachige Seiten zu 7 Wonders Duel erklären Regeln und Erweiterungen – belastbare Wahrscheinlichkeiten dazu haben wir bei unserer Recherche (Stand: August 2026) nirgends gefunden.
Diese Seite liefert sie: exakt gerechnete Kombinatorik zum Wissenschaftssieg, den Grenznutzen jedes einzelnen Schildes und 96.000 vollständig simulierte Partien. Eine Kostprobe vorab: Fünf der neun Schilde bis zum Militärsieg bringen exakt null Punkte und null Münzschaden – der 6. Schild dagegen ist mit 6,67 Punkten der wertvollste Einzelzug der ganzen Militärleiste. Wie bei allen Daten-Analysen in unserem Spiele-Portal macht ein Methodik-Kapitel jede Zahl nachvollziehbar; was das Spiel selbst ausmacht, ordnet das 7-Wonders-Duel-Portrait ein.
Die wichtigsten Zahlen auf einen Blick
Jede dieser Aussagen stammt aus eigener Rechnung oder aus benannten externen Datensätzen (Herkunft und Grenzen im Methodik-Kapitel):
- Der Startspieler gewinnt je nach Datenquelle 51,9 % bis 66,8 % der Partien – unter menschlichen Spielern 52–56 %, nur die KI im Selbstspiel deutlich mehr.
- In 90,3 % der Partien sind alle sechs Forschungssymbole überhaupt im Spiel; in 9,7 % fehlt mindestens eines komplett.
- Mit dem Fortschrittsplättchen Gesetzgebung als siebtem Symbol ist in 95,0 % der Partien irgendein Sofortsieg-Weg über die Forschung offen.
- Der Wissenschafts-Sofortsieg ist vor dem dritten Zeitalter mechanisch unmöglich – zwei der sechs Symbole existieren ausschließlich auf Zeitalter-III-Karten.
- Die Schilde 2, 4, 5, 7 und 8 bringen exakt null Punkte und null Münzschaden.
- Im Spiel stecken insgesamt 28 Schilde (24 aus Karten, 4 aus Weltwundern) – der Sofortsieg verlangt 9 Netto-Vorsprung.
- Eine Symbol-Blockade kostet 2 Züge, weil jedes Forschungssymbol genau zweimal existiert.
- Ausgewogene Profile schlagen jede Spezialisierung: als Startspieler 57,4 % gegen 49,6 % für reines Militär (über beide Sitze rund 53 % gegen 46 %).
Wie groß ist der Startspieler-Vorteil bei 7 Wonders Duel?
Der Startspieler gewinnt rund 52 bis 56 % der Partien – deutlich mehr misst nur eine Spiel-KI im Selbstspiel. Die kursierenden Zahlen reichen von „kaum messbar“ bis „entschieden“, und beide Lager haben recht: Legt man die verfügbaren Datensätze nebeneinander, löst sich der Widerspruch auf: Menschen messen wenig, die KI viel.
| Datenquelle | Umfang | Startspieler-Siegquote |
|---|---|---|
| WBC-Turnier 2023 (gesamt) | 128 Partien | 51,9 % |
| WBC-Turnier 2022 (gesamt) | 112 Partien | 52,7 % |
| Eigene Simulation (Spiegelduelle) | 24.000 Partien | 53,6 % |
| WBC-Turnier 2024 (gesamt) | 147 Partien | 53,7 % |
| Menschliche Online-Partien (BGA) | 605 Partien | 55,7 % |
| WBC-Turnier 2016 | 138 Partien | 62,0 % |
| ZeusAI im Selbstspiel | 10.000 Partien | 66,8 % |
Der Befund dahinter ist nicht eindeutig: Die KI im Selbstspiel misst einen großen Vorteil, starke menschliche Turnierspieler einen kleinen – in den WBC-Endrunden sogar einen negativen (siehe unten). Einen Marktpreis liefern die Turniere: Bei den WBC 2024 wurde in den Playoffs erstmals um den ersten Zug geboten – das durchschnittliche Gebot lag bei 1,96 Münzen, und wer nicht null bot, gewann anschließend nur 39,1 % seiner Partien.
Zwei Einschränkungen, die die Kurzantwort nicht abdeckt. Erstens ist die Bandbreite kein Messfehler, sondern die eigentliche Aussage – eine einzelne „richtige“ Zahl gibt es nicht. Zweitens kippt der Vorteil in den Turnier-Endrunden sogar: 2024 mit Bietverfahren gewann der Startspieler nur noch 36,7 % (30 Partien), 2023 ganz ohne Gebot in der K.-o.-Runde 42,3 % – kleine Stichproben, aber kein Hinweis auf einen Vorteil, der mit der Spielstärke wächst.
💡 Faustregel: Der erste Zug ist am Küchentisch rund 3 Prozentpunkte Siegquote wert – im Turnier haben Spieler ihn mit knapp 2 Münzen bepreist. Als Ausgleich in der Hausrunde reicht genau das: dem zweiten Spieler ein bis zwei Münzen mehr geben.
Wissenschafts-Sofortsieg: Wahrscheinlichkeiten im 7 Wonders Duel
Der Weg über sechs Forschungssymbole ist in 90,3 % aller Partien überhaupt vollständig vorhanden. Vor dem Auslegen verschwinden Karten ungesehen aus dem Spiel – je drei der 23 Karten aus Zeitalter I und II, und aus den 20 Zeitalter-III-Karten kommen nur 17 in die Auslage. Exakt gerechnet (hypergeometrisch, keine Simulation) ergibt das:
| Ergebnis | Wahrscheinlichkeit |
|---|---|
| Alle 6 Forschungssymbole sind in der Partie | 90,3 % |
| Mindestens 1 Symbol fehlt vollständig | 9,7 % |
| Genau 5 der 6 Symbole vorhanden | 9,4 % |
| Weniger als 5 Symbole | 0,3 % |
| Wissenschafts-Sofortsieg möglich (inkl. ausliegender Gesetzgebung) | 95,0 % |
Die Ausfallwahrscheinlichkeit je einzelnem Symbol liegt bei 1,70 % für die vier Symbole mit je einer Karte in Zeitalter I und II und bei 1,58 % für die beiden Symbole, deren Karten gemeinsam im Zeitalter-III-Stapel liegen. Das Fortschrittsplättchen Gesetzgebung zählt als siebtes Symbol und liegt in genau 50 % der Partien aus (5 von 10 Plättchen); mit ihm genügen fünf Kartensymbole – daraus ergeben sich die 95,0 %.
Wichtiger als die Frage „möglich oder nicht“ ist der Zeitpunkt: Der Wissenschafts-Sofortsieg kann frühestens im dritten Zeitalter fallen. Zwei der sechs Symbole existieren ausschließlich auf Zeitalter-III-Karten, die anderen vier je einmal in Zeitalter I und II. Wer in den ersten beiden Zeitaltern sämtliche acht grünen Karten nimmt, kommt auf höchstens vier verschiedene Symbole. Das ist keine Einschätzung, sondern eine Eigenschaft des Kartensets.
Daraus folgt die entscheidende Zahl für die Gegenseite: Jedes Symbol existiert genau zweimal. Eine grüne Karte wegzunehmen verhindert also gar nichts – die zweite Karte liefert dasselbe Symbol. Wirksam ist nur, beide Karten eines Paares selbst zu nehmen: 2 Züge je verhindertem Symbol. Eine Vollblockade aller zwölf grünen Karten ist rechnerisch ausgeschlossen; realistisch ist genau ein abgefangenes Paar. Was das taktisch bedeutet und wann sich der Aufwand lohnt, rechnet der 7-Wonders-Duel-Strategie-Guide an Beispielen durch.
Militär: Nur drei der neun Schilde zahlen sich aus
Die Militärleiste wertet in Stufen – deshalb ist der Nutzen jedes zusätzlichen Schildes sprunghaft, nicht linear. Bei einem Vorsprung von 1–2 Feldern gibt es 2 Punkte, bei 3–5 Feldern 5 Punkte, bei 6–8 Feldern 10 Punkte, bei 9 den Sofortsieg. Dazu kommt die Plünderung beim erstmaligen Erreichen von Feld 3 und 6. Rechnet man Münzen mit dem offiziellen Schlüssel (3 Münzen = 1 Siegpunkt) um, ergibt sich diese Wertetabelle:
| Netto-Vorsprung | Punkte gesamt | Zuwachs | Plünderung | Wert dieses Schildes |
|---|---|---|---|---|
| 1 | 2 | +2 | — | 2,00 Punkte |
| 2 | 2 | 0 | — | 0,00 |
| 3 | 5 | +3 | 2 Münzen | 3,67 Punkte |
| 4 | 5 | 0 | — | 0,00 |
| 5 | 5 | 0 | — | 0,00 |
| 6 | 10 | +5 | 5 Münzen | 6,67 Punkte |
| 7 | 10 | 0 | — | 0,00 |
| 8 | 10 | 0 | — | 0,00 |
| 9 | Sofortsieg | — | — | Spielsieg |
Die Schilde 2, 4, 5, 7 und 8 bringen exakt null Punkte und null Münzschaden. Der 6. Schild ist mit 6,67 Punkten der wertvollste der Leiste – und genau dort endet die Wertung. Die Schilde 7 und 8 sind reine Vorbereitung: Sie zahlen sich ausschließlich aus, wenn der 9. tatsächlich folgt.
Was kosten die drei Schwellen? Eine Szenario-Rechnung
Die Kostenseite lässt sich ebenso exakt beziffern. Bewertet man jede benötigte Rohstoffeinheit konservativ mit dem Grundkaufpreis von 2 Münzen, ergibt sich für den billigsten denkbaren Weg – ohne jede Gegenwehr, also als Best Case:
| Schwelle | Nötige Karten | Kosten (Münzen-Äquivalent) | Ertrag inkl. Plünderung | Ertrag je Zug |
|---|---|---|---|---|
| 1 Schild | 1 (Wachturm, gratis) | 0 | 2,00 Punkte | 2,00 |
| 3 Schilde | 3 | 4 | 5,67 Punkte | 1,89 |
| 6 Schilde | 5 | 10 | 12,33 Punkte | 2,47 |
| 9 Schilde | 6 | 18 | Spielsieg | — |
Gelesen wird die Tabelle so: Brutto ist der Weg bis zur 6er-Schwelle der ertragreichste pro investiertem Zug – 12,33 Punkte für fünf Karten; nach Abzug der Kosten (netto rund 9 Punkte, 1,8 je Zug) liegt er knapp hinter dem kostenlosen ersten Schild (2,0). Die Zwischenstation bei 3 Schilden ist dagegen die schwächste Etappe. Wer schon vier Karten investiert hat, sollte die fünfte fast immer nachlegen.
Bleibt die Frage nach dem Material. Insgesamt existieren im Spiel 28 Schilde:
| Quelle | Schilde |
|---|---|
| Zeitalter I (4 rote Karten) | 4 |
| Zeitalter II (5 rote Karten) | 8 |
| Zeitalter III (5 rote Karten) | 12 |
| Weltwunder (Koloss 2, Circus Maximus 1, Statue des Zeus 1) | 4 |
| Summe | 28 |
Bis zum Ende von Zeitalter II sind erst 12 Karten-Schilde im Umlauf – der militärische Sofortsieg ist also rechnerisch frühestens dort möglich, und nur, wenn der Gegner praktisch keine rote Karte nimmt. Weil die Konflikt-Spielfigur ein gemeinsamer Marker ist, wirkt jede gegnerische rote Karte doppelt: Sie fehlt dem Angreifer und schiebt die Figur zurück.
Die teuersten Schilde stecken übrigens in Weltwundern – Circus Maximus kommt auf 8,00, die Statue des Zeus auf 10,00 Münzen-Äquivalent je Schild. Beide baut man wegen ihrer Zerstörungseffekte, nicht wegen des Schildes. Wie die Militärleiste und die Plünderung genau abgewickelt werden, fassen die 7-Wonders-Duel-Kurzregeln zusammen.
Wie oft endet eine Partie mit welchem Siegweg?
In echten Turnier- und Online-Daten endet rund jede vierte Partie mit einem Wissenschafts-Sofortsieg und etwa jede sechste militärisch. Unsere eigene Simulation kommt auf deutlich niedrigere Sofortsieg-Quoten – der Grund dafür ist bekannt und steht offen im Methodik-Kapitel:
| Siegart | Eigene Simulation (96.000) | KI-Selbstspiel (10.000) | Menschen online (605) |
|---|---|---|---|
| Punktsieg (Endwertung) | 81,4 % | 61,7 % | 58,0 % |
| Militärischer Sofortsieg | 9,5 % | 16,9 % | 16,4 % |
| Wissenschafts-Sofortsieg | 9,0 % | 21,4 % | 25,6 % |
Die ehrliche Erklärung der Abweichung: Unsere Agenten bewerten jeden Zug einzeln, verfolgen aber keinen mehrzügigen Plan auf ein Sofortsieg-Ziel hin. Ein Sofortsieg entsteht bei ihnen nebenbei, bei Menschen und der trainierten KI gezielt. Die absoluten Sofortsieg-Quoten unserer Simulation sind deshalb nicht mit Turnierdaten vergleichbar – belastbar sind die Vergleiche zwischen Profilen unter identischen Bedingungen (nächster Abschnitt).
Dass es auch unter Menschen keine feste Standardquote gibt, zeigen die WBC-Jahrgänge: Zivilsiege lagen zwischen 47,3 % (2023) und 62,5 % (2022), Wissenschaftssiege zwischen 25,0 % und 29,5 %, Militärsiege zwischen 12,5 % und 22,5 %.
In der K.-o.-Runde 2023 fielen die Wissenschaftssiege auf 7,7 %, während Zivilsiege auf 69,2 % stiegen – allerdings bei nur wenigen Dutzend Partien; in der K.-o.-Runde 2024 lag der Wissenschaftsanteil mit 23,3 % wieder im üblichen Bereich. Wissenschaft ist offenbar kein schwacher Weg – sondern einer, der einen Gegner voraussetzt, der ihn zulässt.
Profil gegen Profil: 96.000 simulierte Partien
Vier Spielprofile traten in allen 16 Paarungen gegeneinander an, je 6.000 Partien. Die Tabelle zeigt die Siegquote des Zeilen-Profils; die Zeile ist immer der Startspieler.
| Zeile gewinnt gegen → | militärisch | wissenschaftlich | zivil | ausgewogen | Schnitt |
|---|---|---|---|---|---|
| militärisch | 50,5 % | 52,6 % | 48,8 % | 46,6 % | 49,6 % |
| wissenschaftlich | 54,9 % | 54,0 % | 50,2 % | 49,3 % | 52,1 % |
| zivil | 61,0 % | 58,6 % | 54,0 % | 55,0 % | 57,2 % |
| ausgewogen | 61,8 % | 58,4 % | 54,1 % | 55,5 % | 57,4 % |
Zwei Lesehilfen. Erstens steckt der Startspieler-Vorteil von rund 3,6 Prozentpunkten in jeder Zeile und muss abgezogen werden – die Diagonale (Profil gegen sich selbst) zeigt ihn direkt. Zweitens bleibt die Rangfolge auch bereinigt eindeutig: ausgewogen ≈ zivil > wissenschaftlich > militärisch.
Der auffälligste Wert der Matrix ist die 46,6 %: Das reine Militär-Profil verliert gegen den ausgewogenen Spieler – und zwar als Startspieler. Es ist damit das schwächste der vier Profile, obwohl der Grenznutzen einzelner Schilde hoch ist. Beides zusammen ergibt die präzise Formulierung: Militär ist ein exzellenter Punkte- und Münzhebel, aber ein teurer Siegweg.
Ein zweites Experiment beziffert, was gezieltes Blocken bringt. Derselbe Gegner trat gegen einen Wissenschafts-Spieler an – einmal mit Blockade-Logik, einmal „blind“:
| Gegner | Siegquote des Wissenschafts-Spielers | Wissenschafts-Sofortsiege (Anteil aller Partien) |
|---|---|---|
| zivil, blockt | 50,9 % | 20,9 % |
| zivil, blind | 52,8 % | 23,0 % |
| ausgewogen, blockt | 49,4 % | 19,4 % |
| ausgewogen, blind | 49,5 % | 19,9 % |
Gemessener Effekt: 0,3 bis 0,8 Prozentpunkte gegen beide Gegner (Wiederholungsläufe; der erste Lauf ergab 1,9 gegen den zivilen und 0,1 gegen den ausgewogenen Spieler) – statistisch nicht gesichert. Das ist deutlich weniger, als Foren-Diskussionen nahelegen – mit einer wichtigen Einschränkung: Unsere Blockade-Regel greift erst ab vier gegnerischen Symbolen und ist nicht auf komplette Paare ausgelegt. Genau das wäre laut Kombinatorik der wirksame Zug; ein gezieltes Paar-Abfangen dürfte mehr bringen, ist aber nicht gemessen. Welche Konsequenzen daraus für den eigenen Spielplan folgen, zieht der Strategie-Guide mit allen nachgerechneten Tipps.
Methodik: So sind die Zahlen entstanden
Alle eigenen Zahlen dieser Seite stammen aus dokumentierten Python-Analysen; die Simulationsläufe sind zufallsbasiert, Wiederholungen streuen um einige Zehntel bis rund einen Prozentpunkt. Es handelt sich um eine Simulations- und Regelwerks-Analyse der Spielmechanik – nicht um einen Spieletest und nicht um die Auswertung eigener Partien.
- Partie-Simulation (96.000 Partien): 16 Paarungen à 6.000 vollregelkonforme Partien; die Startspieler-Quote (24.000 Spiegelduelle), die Punkt-Schnitte (6.000 Partien) und das Blockade-Experiment (24.000 Partien plus Wiederholungen) stammen aus zusätzlichen Läufen desselben Simulators. Abgebildet sind die Deck-Aufbereitung inklusive der ungesehen entfernten Karten, alle drei Auslage-Strukturen mit Überdeckung und Aufdeck-Regel, der Weltwunder-Draft, die Kaufpreis-Formel (2 + Anzahl dieses Rohstoffs beim Gegner), Handelsgebäude, Verkettungen, Joker-Produktion, Münzökonomie, die Militärleiste mit Plünderung und Sofortsieg, die Forschungspaare mit Fortschrittsplättchen, alle 12 Weltwunder-Effekte inklusive „Noch ein Zug“, Zerstörungs- und Gratisbau-Effekte, der Startspielerwechsel nach Militärstand sowie die vollständige Endwertung inklusive Gilden-Wertung nach dem jeweils höheren Bestand.
- Exakte Kombinatorik statt Simulation: Alle Wahrscheinlichkeiten zum Forschungs-Sofortsieg (90,3 %, 9,7 %, 95,0 %, Ausfallquoten je Symbol) sind hypergeometrisch exakt berechnet – sie enthalten keinen Simulationsfehler. Die 95,0 % zählen die Gesetzgebung nur, wenn sie ausliegt; über die Große Bibliothek wären bis rund 97 % möglich.
- Deterministische Mechanik-Rechnung: Grenznutzen je Schild, Kosten je Schild, Schild-Vorrat und die Schwellen-Szenariorechnung folgen direkt aus der Wertungstabelle und den Kartenkosten.
Datenherkunft: Die Kartendaten stammen aus zwei unabhängigen Open-Source-Implementierungen des Spiels (7-Wonders-Duel-AI in C++ und 7-wonders-duel in Kotlin), die in allen geprüften Kosten- und Punktwerten übereinstimmen – kein einziger Konflikt. Zusätzlich geht eine strukturelle Gegenprüfung gegen das deutsche Regelheft exakt auf: Dessen Anhang teilt die Karten in 32 mit und 41 ohne Verkettungsbeziehung – aus den Code-Daten abgeleitet ergeben sich genau dieselben Gruppengrößen. Geprüft und bestanden sind außerdem: 73 Karten (23/23/20 plus 7 Gilden), die Farbverteilung je Zeitalter, sechs Forschungssymbole zu je genau zwei Karten und 24 Schilde aus Karten.
Plausibilitätsprüfung gegen bekannte Werte:
| Kennzahl | Simulation | Referenz |
|---|---|---|
| Karten-Züge je Partie | 59,5 | Regelheft: rund 10 Karten je Spieler und Zeitalter ≈ 60 |
| Gebaute Weltwunder je Partie | 6,6 | Regel-Obergrenze: 7 |
| Startspieler-Siegquote | 53,6 % | WBC 2022–2024: 51,9–53,7 % |
| Siegpunkte des Gewinners bei Punktsieg | 65,8 (Verlierer 53,3) | WBC 2017: Ø 68,45 bei Zivilsiegen |
Grenzen – ehrlich benannt: Unsere Agenten sind Heuristiken mit einem Zug Vorausschau. Sie bauen keinen Suchbaum, zählen keine Karten und manipulieren die Zug-Parität am Zeitalter-Ende nicht. Deshalb gilt: Absolute Sofortsieg-Quoten aus unserer Simulation sind nicht mit Turnierdaten vergleichbar – die Profil-Vergleiche unter identischen Bedingungen dagegen schon, weil dort für beide Seiten dieselben Einschränkungen gelten. Auch die Weltwunder-Bewertung ist als Heuristik vorgegeben und nicht gelernt; die Frage, welches Weltwunder das stärkste ist, kann diese Simulation deshalb nicht entscheiden.
Externe Vergleichszahlen stammen aus dem ZeusAI-Paper (arXiv 2406.00741, IEEE Conference on Games 2024; 10.000 Selbstspiel-Partien, menschliche Referenz n = 605) sowie aus den Turnierjahrbüchern der World Boardgaming Championships 2016, 2017, 2022, 2023 und 2024. Dieselbe Trennung zwischen eigener Rechnung und externem Beleg finden Sie auch im Datenpost Zug um Zug in Zahlen.
Quellen und Datenbasis
- 7 Wonders Duel – Regeln (PDF) – Repos Production/Asmodee, deutsche Ausgabe – Wertungsstufen der Militärleiste, Plünderung, Kaufpreis-Formel, Münzumrechnung und der Karten-Anhang (32/41 Gebäude) für die strukturelle Gegenprüfung.
- 7 Wonders Duel auf BoardGameGeek – BoardGameGeek – Eckdaten des Spiels (Autoren, Verlag, Erscheinungsjahr, Spielerzahl).
- Learning to Play 7 Wonders Duel Without Human Supervision – Paolini, Moreschini, Veneziano, Iraci, arXiv 2406.00741 / IEEE Conference on Games, 2024 – Startspieler-Quote 66,8 % und Siegarten aus 10.000 KI-Selbstspiel-Partien sowie die menschliche Referenz (n = 605, 55,7 %).
- 7WD in Numbers – Le007n, Board-Game-Arena-Forum, 2022 – Community-Auswertung menschlicher Online-Partien, Siegarten-Verteilung 58,0 / 25,6 / 16,4 %.
- 7 Wonders Duel – WBC Event Report 2024 – Boardgame Players Association, 2024 – Startspieler-Quote 53,7 %, Playoff-Gebot 1,96 Münzen und Siegarten; die Jahrgänge 2016, 2017, 2022 und 2023 liefern die übrigen Turnierwerte.
- 7-Wonders-Duel-AI – indjev99, GitHub, Open-Source-Implementierung in C++ – Kartendaten (Kosten, Punkte, Symbole, Schilde) und Auslage-Strukturen; unabhängig gegengeprüft mit 7-wonders-duel (fromi, Kotlin).
- Eigene Simulation/Berechnung: Spielstrategen, 96.000 simulierte Partien, Stand August 2026 – Profil-Matrix, Blockade-Experiment und Plausibilitätswerte; Wahrscheinlichkeiten zum Forschungs-Sofortsieg hypergeometrisch exakt, Schild-Werte und Kosten deterministisch berechnet.
Zitieren: Spielstrategen (2026): „7 Wonders Duel in Zahlen: Wahrscheinlichkeiten, Siegquoten und der Wert jedes Schildes“, https://spielstrategen.de/spiele/7-wonders-duel/zahlen/ – eigene Simulationen und Berechnungen, Stand: August 2026. Zahlen dürfen mit Quellenangabe übernommen werden.
Häufige Fragen zu Wahrscheinlichkeiten und Statistiken bei 7 Wonders Duel
Wie groß ist der Startspieler-Vorteil bei 7 Wonders Duel?
Zwischen 51,9 % und 66,8 %, je nach Datenquelle. Turnierdaten der WBC 2022–2024 zeigen 51,9–53,7 %, menschliche Online-Partien 55,7 %, unsere Simulation 53,6 %, eine trainierte Spiel-KI im Selbstspiel 66,8 %. Für normale Runden gilt: spürbar, aber weit entfernt von entschieden.
Wie wahrscheinlich ist ein Wissenschaftssieg bei 7 Wonders Duel?
Materiell ist der Weg in 90,3 % der Partien vollständig offen, mit dem Plättchen Gesetzgebung in 95,0 %. Tatsächlich gewonnen wird er deutlich seltener: 25,6 % in menschlichen Online-Partien, 21,4 % im KI-Selbstspiel, 25–29,5 % in WBC-Turnierjahrgängen. Die Lücke zwischen Möglichkeit und Ergebnis erzeugt der Gegner, nicht das Material.
Wann ist der Wissenschafts-Sofortsieg frühestens möglich?
Erst im dritten Zeitalter. Zwei der sechs Forschungssymbole existieren ausschließlich auf Zeitalter-III-Karten, die übrigen vier je einmal in Zeitalter I und II. Wer alle acht grünen Karten der ersten beiden Zeitalter nimmt, kommt auf höchstens vier verschiedene Symbole – unabhängig vom Spielverlauf.
Wie viele Schilde braucht man für den Militärsieg?
Neun Netto-Vorsprung auf der Konflikt-Spielfigur. Im ganzen Spiel existieren 28 Schilde (24 auf roten Karten, 4 auf Weltwundern). Der billigste denkbare Weg zu 9 Schilden umfasst 6 Karten und höchstens 18 Münzen-Äquivalent – bei rund 30 eigenen Karten-Zügen je Partie also jeder fünfte Zug, und das ohne jede Gegenwehr.
Lohnt es sich, Schilde über die 6er-Schwelle hinaus zu bauen?
Nur, wenn Sie bis zur 9 durchziehen. Die Militärwertung erreicht bei 6 Feldern Vorsprung ihr Maximum von 10 Punkten; die Schilde 7 und 8 bringen null Punkte und null Münzschaden. Genau das erklärt, warum Militärsiege in beiden großen Datensätzen selten bleiben (16,9 % KI, 16,4 % Menschen).
Fazit: Zahlen statt Bauchgefühl
Drei Werte tragen die ganze Auswertung: Der Startspieler gewinnt unter Menschen 52 bis 56 %, im KI-Selbstspiel deutlich mehr. Der Forschungsweg ist in 90,3 % der Partien materiell offen, aber vor Zeitalter III unmöglich und mit zwei gezielten Zügen pro Symbol angreifbar. Und auf der Militärleiste zahlen nur die Schilde 1, 3 und 6 – wobei der 6. mit 6,67 Punkten der wertvollste Zug der gesamten Leiste ist.
Praktisch heißt das: Planen Sie Militär auf Schwellen statt auf Menge, entscheiden Sie den Forschungsweg erst mit dem dritten Zeitalter – und spielen Sie breit, denn beide ausgewogenen Profile schlagen in 96.000 Partien jede Spezialisierung. Wie Sie diese Befunde Zug für Zug am Tisch umsetzen, vom Weltwunder-Draft bis zum Endspiel, zeigt der 7-Wonders-Duel-Strategie-Guide.